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EDITORIAL

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„Unsere Aufgabe ist es nun, gute Vorschläge zu machen“
FOTO: SEBASTIAN SCHOEN

liebe leseinnen, liebe leser

die Ziele sind gesteckt, ein neues Team lenkt die Geschicke des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in die Zukunft. Die Herausforderungen sind groß, doch selten war der Acker so gut bereitet, wirklich Veränderung zu ermöglichen. Jetzt können die Rahmenbedingungen für alle deutlich verbessert werden, die den ökologischen und sozialen Umbau in der Landwirtschaft ernst nehmen.

In den vergangenen Jahren haben wir viel Mühe gehabt mit einer Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, mit ihrer Nähe zur Industrie, ihren unwirksamen Ansätzen der freiwilligen Selbstverpflichtungen bei Lebensmittelnährwerten und dem Tierwohllabel und mit ihrer Ignoranz hinsichtlich des Ökolandbaus in vielen Bereichen der Agrar- und Ordnungspolitik. Genannt sei an erster Stelle die Düngeverordnung. Mit Blick auf die Rolle Deutschlands in der EU-Agrarpolitik kündigt Cem Özdemir, als Nachfolger von Julia Klöckner an: „Künftig wird Deutschland in Brüssel im Reformer-Lager sein“ und nicht im Lager der Bremser.

Unsere Aufgabe ist es nun, gute Vorschläge zu machen für eine fachlich gute und praxistaugliche Umsetzung der Ziele. Und natürlich auch weiter offen zu sein, unsere Kollegen und Kolleginnen in der konventionellen Landwirtschaft einzuladen, Erfahrungen zu teilen und den Austausch zu pflegen, wie mehr Ökolandbau funktionieren kann. Wir wollen Interessierte aktiv einbinden, faire auskömmliche Preise sichern und eine enge Verbindung zu unseren Mitbürger:innen aufbauen.

Zukunft ist im Hier und Jetzt! Ich wünsche uns allen viel Freude, Mut und Kraft für unsere gemeinsamen Aufgaben in 2022!