<
EDITORIAL

EDITORIAL

„Die gesteckten Ideale geben dem Ministerium Antrieb“
FOTO: SEBASTIAN SCHOEN

Liebe Leserinnen und Leser,

kurz vor Redaktionsschluss hat das Bundeslandwirtschaftsministerium den Strategieplan zur Gemeinsamen Agrarpolitik zur Genehmigung in Brüssel eingereicht. Darauf soll die Förderung der Betriebe 2023 bis 2027 basieren. Auf fast 2.000 Seiten hat das Grün-geführte Agrarministerium noch nachgebessert, was die Vorgängerregierung vorbereitet hatte. Die Förderung des Ökolandbaus und der Bio-Betriebe wurde eilig ein wenig aufpoliert.

Nun rechnet das Ministerium sogleich mit weiteren Wünschen aus Brüssel. Nachbessern ist unbedingt nötig für eine kraftvolle Förderung des Ökolandbaus. Der Zeitplan für weiteres Abstimmen ist eng, das Ziel jedoch hat man im Ministerium vor Augen: Den deutschen Landwirten die Förderung mit klaren Zielen im Herbst zugänglich zu machen.

Eine regelrechte Ideenflut strömte im Februar aus dem Hause Özdemir. Dazu zählt, die Nutzung von Agri-Photovoltaik anzupacken. Die Doppelnutzung von Flächen ist in anderen europäischen Ländern schon verbreitet. Dieser Weg zu mehr Erneuerbaren Energien lässt sich mit anderen erwünschten Zielen der Regierung verknüpfen, wie dem Schutz der Moore zugunsten des Klimas.

Der erste Wurf zu Agri-PV muss nachgebessert werden, wichtige Aspekte sind noch nicht berücksichtigt. Wesentlich wird sein, Fehlsteuerungen zu vermeiden. Doch kann man eine steile Lernkurve im Ministerium erwarten. Die gesteckten Ideale scheinen Antrieb zu geben. Bleibt nur zu hoffen, dass die Pläne nicht in der Koalition zerrieben werden.