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EDITORIAL

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„Jetzt muss der Impuls des Zusammenhalts und des Mutes in Reformen münden“
FOTO: SEBASTIAN SCHOEN

Liebe Leserinnen & Leser,

bumm, da ist sie wieder, die neue Wirklichkeit. Der Krieg in Europa haut uns um die Ohren, worüber wir gesprochen, wonach wir aber nicht gehandelt haben. Der Fokus auf den ökonomischen Erfolg ist derart stark, dass wir darüber uns selbst, Mensch und Natur vergessen und Erfindergeist und Flexibilität verlernen.

Soziales, Ökologie und Ökonomie, das ist der oft zitierte Dreiklang, der unsere Zukunft besingt. Mit der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP sollte das politische Pendant geschaffen sein. Alte Muster müssen jetzt neuen Perspektiven Platz machen, die ein dynamisches Gleichgewicht fördern. Dazu sind Investments notwendig: in Humankapital, in wirklich erneuerbare Energien, in ein Wirtschafts- und Gesundheitssystem, das einen anderen Fokus als das Bruttoinlandsprodukt hat. Überdeutlich ist die Dringlichkeit, in eine ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft zu investieren, die eine langfristig stabile Grundlage aller anderen Bemühungen ist – nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit.

Jetzt muss der Impuls des Zusammenhalts und des Mutes, den uns die Ukrainerinnen und Ukrainer und Präsident Selenskyj vorleben, in Reformen münden. Da ist es klug, nicht verstaubte Systeme zu polieren, sondern zukunftsfähige aufzubauen. Das kostet einmal Geld, das aber vorhanden ist, wie renommierte Ökonomen errechnen.